Historischer und moderner Christbaumschmuck aus Glas / Ausstellung – Weihnachtsbasar – Kugelblasen – Versilbern – Weihnachtsbaum-Broschen Sammlung Ingrid von Brackel – Glasskulptur “Marienerscheinung” von Isabelle Böhme, aufgewachsen in Wertheim

Ab dem 1. Adventswochenende glitzert es wieder im Glasmuseum Wertheim. In der über 100 Jahre alten historischen Christbaumschmuck-Sammlung (um 1840-1950) mit Schmuck aus Thüringen und Gablonz/Böhmen zeigt das Glasmuseum, wie der gläserne Christbaumschmuck ausgehend von Lauscha im Thüringer Wald seinen Siegeszug in alle Teile der Welt begann: zuerst mit dickwandigen, noch mit Blei verspiegelten “Biedermeierkugeln”, dann mit einfachen dünnwandigen Formkugeln mit noch recht sparsam verwendeten Farben, ab 1870 mit reich verziertem Figurenschmuck und in den 1950/60er Jahren mit den ersten maschinell hergestellten Kugeln. Anschaulich wird vermittelt wie verbesserte Produktionsmethoden durch den Bau einer Gasanstalt in Lauscha (1867) und dem Einsatz der neuen ungiftigen Versilberungsmethode (ab 1880) Produktion und Formenvielfalt explosionsartig ansteigen ließen.

Der Einfluss der jeweiligen Mode auf Farben, Formen und Motive spiegeln die im Großen Haus verteilten echten Weihnachtsbäume: der 4 m hohe “Thüringer Figurenbaum”, der Gründerzeit-Baum mit Formschmuck aus Leonischem Draht, der gläserne Baum aus Wertheimer Laborglasstäben von Borman-Arndt verziert mit Silberschmuck nach Art des Jugendstils oder der in Pastelltönen geschmückte 1950er Jahre Baum.

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