„Ausgewählte Kostbarkeiten aus der Sammlung „Glas von A – Z“

Texte und Audioguide in deutsch/englisch

50 Glas-Geschichte(n) – per Audioguide in Deutsch und Englisch erzählt – geben auf 50 unterschiedliche Arten Einblick in die verschiedenen Facetten des Werk(t)stoffs Glas. 50 ausgewählte Kostbarkeiten aus Glas rückt das Glasmuseum Wertheim in dieser Saison in den Mittelpunkt ihres Glas-ABCs. Sie stehen beispielhaft für die mehr als 3000jährige Geschichte eines der faszinierendsten Werkstoffe der Menschen: dem Material Glas. Jede einzelne dieser 50 Kostbarkeiten erzählt dabei seine eigene kleine Geschichte: wo, wie und warum es hergestellt wurde, wer es benutzt hat, wie es funktioniert, warum es so berühmt ist oder warum es bisher noch niemand kannte. So erkennen die Besucher die glastechnologischen Fortschritte und die damit verbundene Entwicklung vom Luxusglas zum heute unentbehrlichen Werkstoff für Industrie, Technik und Medizin.

Glas-Kostbarkeit Nummer 1 ist der A wie „Aryballos“. Das kugelige Gefäß war das bevorzugte Ölgefäß griechischer Olympioniken. Mit seinen 2500 Jahren ist es eines der ältesten Exponate des Glasmuseums. Seine Geschichte erzählt, warum der gläserne Aryballos in der Antike aufgrund seiner komplizierten Herstellung als absoluter Luxusartikel gehandelt wurde. Gleich daneben steht der A wie „Alembik“, ein von den Arabern erfundenes Destillationsgefäß aus dem 9. Jahrhundert. In seiner Geschichte geht es um die kostbaren, weil einzigartigen Eigenschaften des Materials Glas beim Einsatz für die Alchimisten, den Vorgängern unserer chemischen Labors. Damit macht er den Besuchern die Entwicklung Wertheims zum heute nach Mainz zweitgrößten Zentrum der deutschen Laborglasindustrie deutlich. Kostbare Trinkgefäße wie der mittelalterliche Daumenhumpen aus dem nahen Spessart, die venezianischen Flügelgläser oder böhmischen Deckelpokale aus dem Barock und Jugendstil berichten von erfinderischen Glasmachern, cleveren Geschäftsmännern und den Ängsten von Staatsmännern beim Willkommenstrunk. „Max und Moritz“ erzählen gleich zweimal den Besuchern, welche sensationellen Erfolge sich mit ihrem Namen verbinden: einmal als gläserner „Christbaumschmuck aus Thüringen“, dessen Innenversilberung noch heute in Wertheim bei der Produktion von I wie „Isoliergefäßen“ Anwendung findet, und einmal als brauchbares Haushaltsgeschirr wie Salz- und Pfefferstreuer im funktionstüchtigem Design.

Kostbar sind auch die Worte von Marilyn Monroe „Zum Schlafen trage ich nur ein paar Tropfen Chanel No. 5“, die dem ersten künstlich geschaffenen Parfüm im minimalistischen Kristallglasflakon zum bekanntesten der Welt werden ließ. Um „Rebuild“, „Wannenreise“ und um Glasfäden dünner als das menschliche Haar geht es bei der Glas-Geschichte unter T wie „Textilglasfaser“. Dass letztendlich jeder einzelne von uns von der Kostbarkeit „Glas“ profitiert, wird im wahrsten Sinne des Wortes unter Z wie „Zähne“ deutlich. Denn extrem hoch sind die Kosten für das aufwändige Wachsausschmelzverfahren, das neben der Herstellung von Glaskeramik auch von Glaskünstlern verwendet wird. Ein Beispiel ist Isabelle Böhms „Weinende Maria“. Als neueste Erwerbung der „Studioglas-Sammlung“ (ab 1976) des Glasmuseums steht sie zusammen mit Harvey Littletons „Loops“, Erwin Eischs „Der Schuh“, Daum Frères „Parsifal“ oder Vera Liskovas „Meeresblüte“ beispielhaft für die gläsernen Kostbarkeiten führender Vertreter moderner Glaskunst.

„Thüringen’s Christbaumschmuck-Industrie und seine Entwicklung“/ Kleines Haus

CHRISTBAUMSCHMUCK AUS GLAS / Großes Haus (1. Advent – 6. Jan. / Basar / Kugelblasen / Versilbern / 10 Weihnachtsbäume)



Figuren am Weihnachtsbaum

HISTORISCHE CHRISTBAUMSCHMUCK-SAMMLUNG / Kleines Haus

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Paperweights von 1840/42 bis 1945 und danach / Sammlung Peter von Brackel (Bad Honnef)

600 gläserne Briefbeschwerer aus der Sammlung Peter von BrackelEine Auslese von 600 Briefbeschwerern aus Deutschland, Böhmen und Europa hat der Sammler und Autor des Buches „Paperweights. Historismus, Jugendstil, Art Deco“ (Grafenau 1997) Peter von Brackel aus Bad Honnef für das Glasmuseum Wertheim zusammengestellt.

 

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Zusammen mit der Ochsenfurter Spielbaustelle (Würzburg) hat das Glasmuseum den „Energieparcours“ zu 13 Energiethemen mit 28 interaktiven Stationen entwickelt. Schwerpunkte bilden die Bereiche „Energieformen“, „Energieträger“, „Energie messen“ sowie „Energie und Glas“. Ziel ist es, den Besuchern des Energieparcours das Thema Energie näher zu bringen: sehen – anfassen – begreifen.

Die Besucher werden durch den „Biegemann“, eine gelbe Gummifigur, durch den experimentellen und spielerischen Energieparcours mit 28 Stationen geführt.

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Seit 8. Mai 2013 als Leihgabe im Fraunhofer ISC (Institut für Silicatforschung) in Würzburg

Rubinrot, selenrot, kupferrot, violettrot, orangerot oder rot-opak, rot durchgefärbt, rot überfangen, rotgebeizt oder rot verziert . Rot sind sie alle – die Vasen, Tassen, Schalen, Kelchgläser, Becher, Perlen, Fläschchen, Kölbchen, Schmalzerl, Stamperl, Studioglasobjekte oder Musterstücke, die Professor Dr. Horst Scholze (1921 – 1990) und seine Frau Gisela (1931 – 2005) über 30 Jahre lang gesammelt haben. 2005 ging die „Sammlung Professor Dr. Horst und Gisela Scholze“ mit 650 Exponaten als Stiftung an das Glasmuseum Wertheim und wird nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

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